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Türen auf mit der Maus: Kleine Wunder und große Neugier am Fraunhofer IME

14. Okt.
3 Min. Lesezeit

Türen auf mit der Maus 2026 „Kleine Wunder“ entdecken: Beim Aktionstag „Türen auf mit der Maus“ öffnete das Fraunhofer IME in Gießen seine Türen für neugierige Kinder und ihre Familien. https://www.wdrmaus.de/tuer_oeffner_tag/2026/index.php5
Türen auf mit der Maus 2026 „Kleine Wunder“ entdecken: Beim Aktionstag „Türen auf mit der Maus“ öffnete das Fraunhofer IME in Gießen seine Türen für neugierige Kinder und ihre Familien. https://www.wdrmaus.de/tuer_oeffner_tag/2026/index.php5

Eine Raupe vorsichtig auf der Hand halten, mit einer VR-Brille neue Perspektiven entdecken und Forschenden Fragen stellen: Beim Aktionstag „Türen auf mit der Maus“ am Fraunhofer IME in Gießen gab es viel zu erleben. Unter dem Motto „Kleine Wunder“ konnten Kinder und ihre Familien am 3. Oktober 2026 hinter die Kulissen unserer Arbeit schauen. Fünf Mitmachstationen luden dazu ein, selbst zu experimentieren und die Welt der Insekten, Mikroorganismen und Naturstoffe kennenzulernen. Mehr zum Aktionstag am Fraunhofer IME.


Gemeinsam an der Forschungsstation: Im Gespräch mit unseren jungen Gästen: An unserer Station stellen wir das Raupenmodell Manduca vor und zeigen, wie wir mit dreidimensionalen Bildern Einblicke in den Körper der Tiere gewinnen. © Fraunhofer IME | Désirée Schulz
Gemeinsam an der Forschungsstation: Im Gespräch mit unseren jungen Gästen: An unserer Station stellen wir das Raupenmodell Manduca vor und zeigen, wie wir mit dreidimensionalen Bildern Einblicke in den Körper der Tiere gewinnen. © Fraunhofer IME | Désirée Schulz

Auch wir waren dabei und haben unser Raupenmodell Manduca mitgebracht. Hinter diesem Namen steckt der Tabakschwärmer, wissenschaftlich Manduca sexta. Seine Raupen nutzen wir als Modellorganismen: An ihnen untersuchen wir biologische Vorgänge und die Wirkung verschiedener Substanzen auf den Körper. Beim Maus-Türöffner-Tag konnten die Kinder diese Tiere kennenlernen und erfahren, warum eine Raupe spannende Forschungsfragen aufwirft.


Die VR-Station in Aktion: Mit der VR-Brille auf Entdeckungsreise: Jessi begleitet die Kinder beim Erkunden unserer MikroCT-Daten. Auf dem Tisch ergänzen 3D-Drucke die virtuelle Darstellung. © Fraunhofer IME | Désirée Schulz
Die VR-Station in Aktion: Mit der VR-Brille auf Entdeckungsreise: Jessi begleitet die Kinder beim Erkunden unserer MikroCT-Daten. Auf dem Tisch ergänzen 3D-Drucke die virtuelle Darstellung. © Fraunhofer IME | Désirée Schulz

Mithilfe unserer MikroCT-Aufnahmen ermöglichten wir einen Blick ins Innere der Tiere. Die Mikro-Computertomographie liefert mit Röntgenstrahlen detaillierte, dreidimensionale Bilder von Körperstrukturen. Für den Aktionstag machten wir unsere Forschungsdaten auf zwei Wegen erlebbar: als 3D-Druck zum Anfassen und als räumliche Darstellung in der virtuellen Realität. So konnten die Kinder Strukturen entdecken, die beim bloßen Betrachten einer Raupe verborgen bleiben.


Ein Gruß an die Maus: Auch die Maus bekommt Besuch: Die Kinder hinterlassen ihre Namen auf dem großen Maus-Poster und machen den Aktionstag damit ein Stück weit zu ihrem eigenen. © Fraunhofer IME | Désirée Schulz
Ein Gruß an die Maus: Auch die Maus bekommt Besuch: Die Kinder hinterlassen ihre Namen auf dem großen Maus-Poster und machen den Aktionstag damit ein Stück weit zu ihrem eigenen. © Fraunhofer IME | Désirée Schulz

Die Verbindung zu den lebenden Tieren gab es an unserem zweiten Stand. Dort zeigte Stefan Schmidt den gesamten Lebenszyklus der Manducas: vom winzigen Ei über die Raupe und die Puppe bis zur ausgewachsenen Motte. Die verschiedenen Entwicklungsstadien direkt nebeneinander zu sehen, machte die Verwandlung anschaulich. Und wer wollte, konnte eine Raupe vorsichtig auf der Hand halten und aus nächster Nähe beobachten.


Stefan am Manduca-Stand: Stefan Schmidt zeigt unseren jungen Gästen lebende Manducas und erklärt ihre Entwicklung vom Ei über die Raupe und Puppe bis zur Motte.© Fraunhofer IME | Désirée Schulz
Stefan am Manduca-Stand: Stefan Schmidt zeigt unseren jungen Gästen lebende Manducas und erklärt ihre Entwicklung vom Ei über die Raupe und Puppe bis zur Motte.© Fraunhofer IME | Désirée Schulz

Unsere Forschung hat dabei auch ein Ziel, das über die Faszination für diese Tiere hinausgeht: Wir möchten dazu beitragen, dem Insektensterben entgegenzuwirken. Mit unserem Raupenmodell und modernen bildgebenden Verfahren untersuchen wir, wie Wirkstoffe auf Insekten wirken und welche Veränderungen sie im Körper auslösen. Dieses Wissen soll helfen, Risiken von Pestiziden besser zu erkennen und die Entwicklung verträglicherer Pflanzenschutzmittel zu unterstützen – insbesondere für Insekten, die durch die Anwendung nicht geschädigt werden sollen. Damit wollen wir dazu beitragen, Pflanzenschutz und Insektenschutz besser miteinander zu vereinbaren. Mehr über unser Raupenmodell und unsere Bildgebung.


Forschung in der virtuellen Realität: Eine neue Perspektive auf unser Raupenmodell: Mit der VR-Brille werden die dreidimensionalen Forschungsdaten räumlich erlebbar.  Anton Windfelder
Forschung in der virtuellen Realität: Eine neue Perspektive auf unser Raupenmodell: Mit der VR-Brille werden die dreidimensionalen Forschungsdaten räumlich erlebbar. Anton Windfelder

Ein ganz besonders herzliches Dankeschön geht an Jessica Steibart, die die VR-Station mit viel Engagement betreut und die Kinder bei ihren virtuellen Entdeckungen begleitet hat. Ebenso danke ich Stefan Schmidt für seinen Einsatz am Manduca-Stand und dafür, dass er den Lebenszyklus unserer Raupen so anschaulich vermittelt hat!

Für mich bleiben vor allem die Neugier der Kinder, ihre vielen Fragen und die Freude am Ausprobieren in Erinnerung. Es war schön, unsere Forschung mit ihnen zu teilen und gemeinsam zu staunen. Genau diese Begegnungen machen „Türen auf mit der Maus“ zu einem besonderen Tag.


Jessi begleitet die virtuelle Entdeckungsreise: Jessi betreut einen jungen Besucher an der VR-Station. Daneben zeigt ein 3D-Druck, wie sich unsere Forschungsdaten auch als Modell zum Anfassen vermitteln lassen.  Anton Windfelder
Jessi begleitet die virtuelle Entdeckungsreise: Jessi betreut einen jungen Besucher an der VR-Station. Daneben zeigt ein 3D-Druck, wie sich unsere Forschungsdaten auch als Modell zum Anfassen vermitteln lassen. Anton Windfelder

Vielen Dank an das Organisationsteam, alle Mitwirkenden und die kleinen und großen Gäste, die diesen Tag mit Leben gefüllt haben!


Unser Raupenmodell ganz lebendig: Eine Manduca-Raupe auf den Händen eines Kindes macht die Begegnung mit der Insektenforschung unmittelbar erlebbar.  Anton Windfelder
Unser Raupenmodell ganz lebendig: Eine Manduca-Raupe auf den Händen eines Kindes macht die Begegnung mit der Insektenforschung unmittelbar erlebbar. Anton Windfelder

 
 
 

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