Wissenschaft, Freundschaft und eine kleine Odyssee
- Dr. Anton Windfelder
- 13. Aug.
- 2 Min. Lesezeit
Letzte Woche hatte ich die große Freude, meinen Freund und wissenschaftlichen Kooperationspartner Prof. Benyamin Rosental gemeinsam mit seiner Familie in Gießen begrüßen zu dürfen.
Benyamin und mich verbindet eine wissenschaftliche Vision, die im Zentrum unserer Zusammenarbeit steht: Immunologie und moderne Bildgebung enger miteinander zu verbinden. Unser Ziel ist es, bildgebende Verfahren nicht nur zur Darstellung anatomischer Strukturen einzusetzen, sondern Immunprozesse in vivo sichtbar und messbar zu machen. Besonders spannend ist für uns dabei die vergleichende Immunologie – also der Blick über einzelne Spezies hinaus, um besser zu verstehen, welche grundlegenden Prinzipien des Immunsystems im Laufe der Evolution erhalten geblieben sind.
Während Benyamins Besuch hatten wir viel Zeit, unsere laufenden wissenschaftlichen Kooperationen zu diskutieren, neue Ideen zu entwickeln und gemeinsam an unserem DFG–ISF-Forschungsantrag zu arbeiten. Und wie so oft in der Wissenschaft entstanden einige der besten Gespräche nicht im formellen Meetingraum.
Glücklicherweise bestand die Woche aber aus weit mehr als nur Arbeit.
Benyamin war gemeinsam mit seiner Familie nach Gießen gekommen, sodass auch unsere Familien viel Zeit miteinander verbringen konnten – unter anderem bei einem gemeinsamen Ausflug in einen Wasserpark und bei vielen Gesprächen weit abseits von Forschungsanträgen, Experimenten und Manuskripten.
Ein besonderes Highlight war unser gemeinsamer Kinobesuch von Christopher Nolans The Odyssey. Uns beiden hat der Film ausgesprochen gut gefallen – und im Nachhinein ist eine Odyssee vielleicht gar keine so schlechte Metapher für wissenschaftliche Zusammenarbeit: Es gibt ambitionierte Ziele, unerwartete Herausforderungen, gelegentliche Umwege und manchmal auch eine ziemlich lange Reise. Der entscheidende Unterschied: Wissenschaftliche Reisen machen deutlich mehr Freude, wenn man sie gemeinsam mit guten Freunden und Kollegen unternimmt.

Für mich war dieser Besuch eine schöne Erinnerung daran, dass Wissenschaft letztlich nicht nur auf Experimenten, Daten und Publikationen beruht, sondern ebenso auf Neugier, Vertrauen und persönlichen Beziehungen. Universitäten, Fachdisziplinen und Länder bilden den Rahmen für wissenschaftliche Kooperationen – mit Leben gefüllt werden sie jedoch von den Menschen dahinter.

Vielen Dank, Benyamin, für deinen Besuch in Gießen und für eine Woche voller Wissenschaft, neuer Ideen, Freundschaft und gemeinsamer Zeit mit unseren Familien.
Unsere wissenschaftliche Reise geht weiter – und ich bin sehr gespannt, wohin sie uns als Nächstes führen wird.




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